David Baldacci: Das Versprechen

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Amerika 1940: Ein einziger schrecklicher Moment ändert das Leben der zwölfjährigen Lou von Grund auf. Bei einem Autounfall kommt ihr Vater ums Leben, und ihre Mutter fällt ins Koma. Die einzige Verwandte, die sich um Lou und ihren kleinen Bruder Oz kümmern kann, ist ihre Urgroßmutter Louisa Mae, die auf einer Farm in Virginia wohnt. Doch das Leben in den Bergen ist hart, und die Kinder müssen schwer mitarbeiten. Nur allmählich erschließt sich ihnen die Schönheit der Welt, die sie umgibt. Erst als eine Bergbaugesellschaft die Hände nach dem Besitz ausstreckt, wird Lou klar, wie viel ihr das Land, das ihr Vater so liebte, bedeutet, und dass es sich dafür zu kämpfen lohnt …(Quelle:Klappentext)
IN EINEM SATZ: Ein Buch das man kennen sollte.  


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Nicolas Fayé: Griechische Mythologie Bd. 2 Helden

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Im zweiten Band der "Griechischen Mythologie für Anfänger" werden wir in die Welt der Helden entführt. Von Achilleus über Odysseus und Perseus, bis hin zum modernen Helden Spyridon Louis reicht die Palette. Humorvoll werden uns die Lebensgeschichten der großen Heroen nahegebracht.



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Elisabeth Dreisbach: Es wird ein Schwert durch deine Seele dringen

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Mütterglück und Mütternot begegnen uns in diesem Buch.

Copyright Sarahs Bücherwelt
Unfaßlich scheint es der Mutter des jungen Friedemann Honeck, daß ihr Sohn, der ihr nach dem Tode ihres Gatten wie ein tapferer Kamerad zur Seite steht, im späteren Leben Irrwege einschlägt.

In banger Sorge sieht sie seine Ehe als den größten Irrtum seines Lebns an.

Auch der Sohn geht durch Zeiten innerer Not. Das Glück, das er meinte bannen zu können, scheint ihn verlassen zu haben.

Seine junge Frau fühlt sich an seiner Seite einsam und unverstanden. Immer mehr entfernen sie sich innerlich vorneinander.

Doch nun übernimmt ein Stärkerer die Führung. Friedemann Honeck und seine Frau finden am Sterbebett ihres Kindes nicht nur hin zu Gott, sondern auch zum Herzen der Mutter zurück... (Quelle: Auszug aus dem Klappentext)
IN EINEM SATZ:  Ein Heimatroman der durch besondere Seiten im Gedächtnis bleibt!

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Nicolas Fayé: Griechische Mythologie für Anfänger: Band 1 - Die Götter

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Copyright Nicolas Fayé
Eine kurze Abhandlung über die griechische Mythologie, verfasst in mehreren kleinen Bänden. Im vorliegenden ersten Band erfährt der Leser grundlegende Einzelheiten über die griechische Götterwelt. Als Einstieg in die griechische Mythologie soll dieses Buch Freude am Thema wecken. (Quelle: Klappentext)














SARAHS MEINUNG

Nicolas Fayè ist ein Autor, der sich bisher mit einem historischen, leicht Fantasy angehauchten Roman namens „Wie das Flüstern der Zeit“ einen Namen gemacht hat. Zwischen dem Erscheinen des nächsten Bandes, hat er sich der griechischen Mythologie zugewandt. In bisher drei kurzen Bänden versucht er den Leser diese zu vermitteln. Damit jeder Leser heraussuchen kann, was ihn an der Mythologie interessiert, ist jeder Band einem anderen Bereich gewidmet. Der vorliegende erste Band widmet sich den Göttern Griechenlands.

Von Zeus über Aphrodite, Ares, Hera bis hin zu Apollon, Poseidon oder sogar Demeter, ist alles vertreten was Rang und Namen hat. Viele Götter sind durch Bücher oder Verfilmungen jedem ein Begriff, aber andere Götter sind mir persönlich gänzlich fremd gewesen.

Jeder einzelnen Gottheit widmet der Autor ein einzelnes Kapitel und zeigt mit einer handgezeichneten Statue, wie sie theoretisch aussahen. Anschaulich, in einer leicht verständlichen Sprache setzt er das sonst arg trockene Thema mit einer eigenen Handschrift um. Nicolas Fayé gelingt es mit seinen Ausführungen die griechischen Götter zu Leben zu erwecken. Selbst wenn man sich nur wenig für dieses Gebiet interessiert, wird man mit Neugierde gepackt. Alle wesentlichen Fakten baut er in einer spannenden Sprache um. Diese eignet sich hervorragend, wenn jüngere Leser ein Referat über eine griechische Gottheit verfassen müssen. Alle wichtigen Informationen sind vertreten und wirken trotzdem nicht langweilig. Zusammenhänge werden klar und verständlich. So macht lernen großen Spaß.

Das folgenreichste Verhältnis hatte die Göttin jedoch mit dem Trojaner Anchises. Aus dieser Liebschaft ging der Krieger Äneas hervor, der als Held im Trojanischen Krieg kämpfte ...(Zitat S. 14)

Das Besondere an diesem Buch ist jedoch die Tatsache, dass der Autor nicht nur leicht verständliche Sprache setzt, sondern diese auch noch mit einem angenehmen Humor verbindet, der das Lesen noch unterhaltend gestaltet. Dabei bleibt der Verfasser jedoch auf einem gehobene Niveau.

Auf 60 Seiten gelingt es Nicolas Fayé alles Wichtige der griechischen Götterwelt unterzubringen. Ein dünnes Nachschlagewerk, dass jedoch seinesgleichen sucht. Ich kann es jedem nur empfehlen, der sich durch den Wirrwarr von Götter durchschlagen möchte. Allgemeinbildung der angenehmen Art und Weise, die ich jedem, der sich dafür interessiert, empfehlen kann.

Autor: Nicolas Faye, Titel: Griechische Mythologie für Anfänger: Band 1 - Die Götter

Verlag: BoD Erschienen: 2011

ISBN-10: 384232992X ISBN-13: 9783842329928

Seiten: 60 Kosten: 3,90€

Serie: Griechische Mythologie für Anfänger

FRAGE AN EUCH: FÜR WELCHE MYTHEN INTERESSIERT IHR EUCH?
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Gerd Uhde: Lioba Lebt

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Lioba geht auf die Kunstakademie, als sie von einem Freund gebeten wird, einen Text auf ihrer Schreibmaschine abzutippen. Obwohl sie weiß, dass er für den Widerstand ist, lässt sie sich drauf ein, und lagert sogar die Vervielfältigungen. Kurze Zeit später wird sie Augenzeuge, als diese Freunde verhaftet werden. Ihr ist klar, dass auch sie dran ist und verschwindet. Obwohl sie weiß, dass nach ihr gefahndet wird, weigert sie sich unterzutauchen oder auch nur falsche Papiere anzunehmen. Sie ist im Glauben, sollte man sie finden, sie beweisen kann, dass sie nur aus Freundschaft gehandelt hat, mit dem Widerstand jedoch nichts zu tun hat. Nach einigen Tagen versteckt, kehrt sie in die Stadt zurück. Meidet jedoch die Kunstakademie und geht stattdessen zum Roten Kreuz. Alles läuft gut, bis sie doch geschnappt wird und im Gefängnis auf ihre Verurteilung wartet.

SARAHS MEINUNG

Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges wird der Büchermarkt mit unzähligen Werken über diese Zeit überschwemmt. Ein Thema, was viele Leute inzwischen am Liebsten vergessen würden. Aus diesem Grund fand ich es interessant einmal zu lesen, wie die Dinge vor 50 Jahren aufgeschrieben wurden, wo alles noch präsenter war, als heutzutage.

Gleich vorweg wird der Leser informiert, dass dieses Buch einer jungen Deutschen, die im Alter von 23 Jahren zum Tode wegen Hochverrat verurteilt wurde. Schon mit diesem Hinweis bzw. spätestens am Ende des Werkes wird der Leser erkennen, dass der Autor das Buch nicht nur diesem Mädchen gewidmet hat, sondern ihre Geschichte für die Nachwelt festgehalten hat.

Viele werden nun sagen, nicht schon wieder ein Schicksal des Nazi-Regimes. Doch dieser Roman sticht durch eine poetische, anrührende Sprache hervor, die das Herz berührt, jedoch in keinem Fall sentimental erscheint. Zudem stellt er die Nazis nicht ins schlechte Licht oder widmet sich einer der zahlreichen Verfolgungsgeschichten, sondern hat sich ein Schicksal ausgesucht, dass es so in der Literatur noch nicht gegeben hat. Statt sich zu verstecken, einen anderen Namen anzunehmen, macht es die Protagonistin ganz schlau, sie geht in die gleiche Stadt zurück, verändert lediglich etwas ihren Typ und nimmt direkt eine Ausbildung bei den Nazis an unter ihrem richtigen Namen. Selbst nach ihrer Verhaftung kann diese starke Persönlichkeit nicht glauben, dass ihr etwas passiert. Erst mit dem Gang zu Henker muss sie sich der Tatsache stellen, dass es zu spät ist.

Häftling III b 14 E zur Vernehmung.“ Ich heiße Lioba von Eicken, wollte sie sich empören, aber sie hielt sich, die Hände verkrampft, in sich selber fest. (Zitat S. 127)

Der Autor versucht diese Stärke, diesen Mut und diesen Glauben an Gerechtigkeit glaubhaft und realistisch zugleich einzufangen. Dabei gelingt ihn ein Werk was seinesgleichen sucht. Die Protagonistin wird in allen erdenklichen Farben geschildert, sodass der Leser ein genaues Bild von all ihren Eigenschaften, Gedanken und Handlungen bekommt. Auch wenn man im Nachhinein über so viel Naivität nur den Kopf schütteln kann, ist doch klar, dass der Glaube an den Menschen und Gerechtigkeit damals bei einigen Menschen noch vorhanden war. Zeitgleich gelingt es dem Autor mit wenigen Worten den Krieg, die Angst, den Druck von den Nazis und die düstere Stimmung einzufangen ohne dabei die Perspektive dieser einzigartigen Frau aus den Augen zu lassen. Der Leser betrachtet alle Geschehnisse aus ihren Augen und bekommt ein Nazi-Regime zu sehen, wie er es bis dato noch nicht erlebt hat. Beängstigend, aber zeitgleich voller Hoffnung. Den Aspekt, den man sonst aus Büchern dieses Genres gewohnt ist, die Flucht, die Panik, die Angriffe oder sogar das KZ, wird ganz außen vor gelassen. Dadurch ist das Buch erschreckend, aber etwas ganz Besonderes.

Anfänglich stört der gewählte Stil des Autors in meinen Augen sehr. Die Sprache, die er wählt, ist lebendig, detailliert, poetisch und manchmal etwas alt. Letzteres liegt jedoch daran, dass vor 50 Jahren sicherlich der Satzbau eher so gehalten wurde. Diese Kombination lässt den Leser jedoch kaum zur Ruhe kommen. Manche Sätze müssen erneut gelesen werden, damit man sie auch begreifen kann. Aber genau dieser Stil unterscheidet das Buch von so vielen anderen Werken, dass man manche Schwierigkeiten gerne in Kauf nimmt.

Auch wenn viele langsam keine Lust mehr auf das Thema haben, kann ich das Buch jedem ans Herz legen, der sich noch für dieses Stück deutscher Geschichte interessiert, denn es geht einmal nicht um Juden, einen echten Widerständler, sondern nur um ein Mädchen, eine Frau, die denkt, an die Menschen glaubt und hilfsbereit sein wollte.


 IN EINEM SATZ: Eine Zeit und ein Schicksal, welches man nicht vergessen darf!!!!



Autor:Gerhard Uhde Titel: Lioba lebt

Verlag: Quell Verlag Erschienen: 1961

ISBN-10: 3921519098 ISBN-13: 9783921519097

Seiten: 288 Kosten: gebraucht ab 1,00€

FRAGE AN EUCH: Währt ihr auch so stark geblieben?
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Wolfgang Hohlbein: KatzenWinter

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Etwas Bedrohliches legt sich über die kleine Stadt, die durch dichten Schneefall von der Außenwelt abgeschnitten ist. Uralte, dunkle Kräfte, die in den Ruinen des alten Klosters herrschen, haben seit jeher Unheil über die Menschen gebracht. Nun liegt es allein an Justin, sie zu besiegen. Ein aussichtslos erscheinender Kampf beginnt. (Quelle: Klappentext)







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Kathy Reichs: Totgeglaubte leben länger

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Die Leiche eines zwielichtigen Importeurs beschert Tempe Brennan Überstunden im Labor. Die Schusswunde am Kopf deutet auf Selbstmord hin, doch die Gerichtsmedizinerin kann ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen. Ihre Untersuchungen nehmen eine unerwartete Wendung, als ein Fremder ihr das Foto eines uralten Skeletts aus Israel zusteckt und beteuert, es sei der Schlüssel zum Tod des streng religiösen Mannes. So stößt Tempe auf ein abgründiges Geheimnis, das älter ist als die Bibel ...(Quelle: Klappentext)

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Wolfgang Hohlbein: Der Thron der Libelle

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In Karas seltsamer Drachenwelt herrscht nach langer Unruhe endlich Frieden. Bis plötzlich Schelfheim, die große Stadt am Schlund, langsam, aber unaufhörlich im Abgrund versinkt. Kara und ihre Drachenkrieger wollen das Rätsel lösen. In den riesigen Höhlen unter der Stadt treffen sie auf sonderbare Fremde - und auf stählerne Libellen, die Feuer spucken. (Quelle: Klappentext)
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Bentley Little: Furcht

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Herzlich willkommen in unserer Wohnanlage. Bei uns sind Sie sicher, die Siedlung wird bewacht. Mit Ihrem Einzug akzeptieren Sie die Regeln der Gemeinde: Wir haben das Recht über Ihre Einrichtung, Ihre Freunde und Ihren Job zu bestimmen. Kontakte zu Nachbarn sind untersagt. Fluchtversuche sind zwecklos. Regelverstöße werden hart bestraft. Es drohen körperliche Sanktionen oder der Tod. Wir hoffen, Sie fühlen sich wohl. Mit freundlichen Grüßen Die Verwalter PS: Sie werden beobachtet! (Quelle Klappentext)

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James Finn Garner: Gute Nacht Geschichten

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©Lovelybooks.de
Der amerikanische Autor James Finn Garner präsentiert 13 der berühmtesten Märchen unter anderem von Hans Christian Andersen und den Gebrüdern Grimm in einer politisch radikal korrekten Version: Da begegnet uns Rumpelstilzchen nicht als buckliges Männlein, sondern als "vertikal geforderter Mensch", der "arme Müller" als "ökonomisch arg unterprivilegiert", und endlich erfahren wir, was sich hinter der haarsträubend unkorrekten Rede vom Rattenfängerstädtchen Hameln wirklich verbirgt: "eine Gemeinde mit ungiftiger Industrie, einem funktionierenden Verkehrsverbund und einer ausgewogenen ethnisch-religiösen Vielfalt". (Quelle: Klappentext)

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Maiken Nielsen: Das Haus des Kapitäns

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Aline ist eine ungewöhnliche junge Frau. In einem Haus an der Elbe zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgewachsen, hat sie nur einen großen Wunsch: Sie möchte Ärztin werden. Doch ihre Eltern haben ganz andere Pläne mit ihr: Sie soll reich heiraten und der Familie das Vermögen wieder zurückbringen, das sie verloren hat. Aline aber hat schon lange ein Auge auf den Studenten Nathan geworfen.


SARAHS MEINUNG
Das Haus des Kapitäns“ habe ich nur als Kurzfassung in der Readers Digest Sammlung gelesen. Nachdem ich von „Die Schuld“ aus dieser Sammlung gelesen hatte, war ich trotz zahlreicher positiver Kritiken eher skeptisch. Gerade da ich mir nicht vorstellen konnte, dass die gekürzte Fassung gelungen sein soll.
Der Autorin ist mit ihrem romantischen Werk, welches in der Zeit der Weimarer Republik spielt, ein einmaliges Werk gelungen. Sie lässt den Leser in eine längst vergangene Welt eintauchen, und lässt diese so realistisch erscheinen, dass man das Gefühl hat, als wäre man dabei gewesen oder würde sie erst selbst vor wenigen Jahren erlebt haben. In diese Welt baut sie eine bezaubernde, liebevolle und starke Protagonistin ein. Aline ist vom ersten Augenblick an sympathisch. Genauso charakterstark wie Aline, sind auch die anderen Charaktere geworden. Die dicke Köchin Bertha möchte man als Mutter haben, während ihr Verlobter einfach nur Schauder erzeugt.
Man fiebert mit der Protagonistin und ist dadurch regelrecht gefesselt. Zeitgleich lernt man ein echtes Stück deutsche Geschichte kennen, denn Ereignisse wie der Erste Weltkrieg oder die große Inflation werden sachlich und fachlich in diese Liebesgeschichte eingebunden.
Während des Lesens merkt man gar nicht, dass es sich um die gekürzte Fassung handelt. Im Gegenteil man hat sogar das Gefühl, dass unwichtige Stellen gekürzt wurden, und die Geschichte dadurch einen perfekten Lesefluss bekommen hat. Ich könnte jetzt nicht sagen, wo etwas weggelassen wurde. Für mich war es so perfekt.

So gingen die Jahre dahin. Mal war die Elbe erquickendes Badewasser, dann wieder ein scillerrndes Gebirge aus Eis. Alines Leistungen in der Schule waren tadellos, und so wurde ihr der Besuch einer höheren Mädchenschule gestattet ( Zitat S. 194 Readers Digest)

Unterstützt wird die Geschichte durch einen beschreibenden, für die damalige Zeit modernen und authentischen Stil. Er lässt in jedem Bereich ein Kopfkino entstehen. Genauso wünscht man sich mehr Bücher.
Einmal angefangen merkt man gar nicht, wie schnell die Seiten voranschreiten. Stattdessen fragt man sich, wie diese Liebesgeschichte weitergeht, wenn bedenkt vor welchem Hintergrund dieses Buch endet. In meinen Augen ein guter Abschluss. Die Geschichte selbst ist abgeschlossen, macht aber gekonnt Lust auf die Fortsetzung. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, da ich sonst zu sehr auf den Schluss eingehen müsste.
Egal ob als gesamtes Werk oder als Kurzfassung, ich liebe diese Geschichte. Aus diesem Grund kann ich das Buch nur empfehlen. Wer nach den ersten Seiten merkt, dass es gefällt, sollte unbedingt die Fortsetzung „Die Tochter des Kapitäns“ dazu kaufen, damit er nicht so lange pausieren muss.

Autor: Maiken Nielsen, Titel: Das Haus des Kapitäns, Verlag: Readers Digest
Erschienen: 2004, ISBN-10: 3426626799, ISBN-13: 9783426626795
Seiten: 384, Kosten: 7,95€


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Bettina Szrama

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Copyright Bettina Szrama
Bettina Szrama wurde 1952 in Meißen geboren. Sie studierte Literaturwissenschaften in Hamburg und war danach als Journalistin tätig. Seit 1994 widmet sie sich neben diversen Regionalzeitung auch dem schriftstellerischen Bereich. „Die Hure und der Meisterdieb“ ist ihre dritte historische Veröffentlichung im Gmeiner-Verlag.



Ihre Werke:
Die Geistheilerin, 2001, Dr. Bachmaier, 3931680282
Trull, 2001, BoD, 383112308X
Im Zweifel für den Hund, 2003, Dr. Bachmaier, 3931680401
Die Giftmischerin, 2009,Geminer,3899777913
Die Konkurbine des Mörders, 2010, Gmeiner, 3839210402
Die Hure und der Meisterdieb, 2011, Gmeiner, 3839212146
Der Henker von Lemgo, 2011, Emons, 3897058642

Hallo Bettina, erstmal freue ich mich, dass du bereit bist, dich mir und meinen Lesern den Fragen zu stellen.
Hallo Sarah!

Bettina, gerade ist dein aktueller historischer Roman "Der Henker von Lemgo" erschienen. Planst du schon einen weiteren Roman?
Ja, ich schreibe gerade wieder an einem historischen Roman, der das Thema Hexenverfolgung beinhaltet. Diesmal geht es um eine junge Kölner Hexe, die sich 1629 selbst der Hexerei anklagte und für großen Wirbel in Köln sorgte. Denn sie hat es gewagt nicht nur ihre Peiniger sondern die gesamte Obrigkeit einschließlich des Erzbischofs Ferdinand der Hexerei zu beschuldigen. Nun, beschäftigte mich lange die Frage, warum macht eine junge Frau so etwas, obwohl sie weiß, dass sie in den sicheren Tod läuft? So fand ich heraus, dass die Ursache in den mysteriösen Vorkommnissen im, uns heute nicht mehr zugänglichen, Klarissenkloster "Santa Klara" zu suchen sind. Deshalb auch mein Arbeitstitel "Santa Klara". Zu erwarten ist ein spannender historischer Kriminalroman aber leider mit keinem schönen Ausgang.

Deine Ideen beruhen stets auf Tatsachen. Woher nimmst du deine Ideen?
Ich suche immer lange nach einer Idee. Die fällt mir nicht einfach so zu. Sie muss zu mir passen, das heißt, ich muss mich mit ihr identifizieren können. Und es sollte ein Thema sein, das nicht schon zu oft in der Romanliteratur Fuß gefasst hat. Das ist nicht immer einfach. Nun ist "Der Henker von Lemgo" von den Lesern gut angenommen worden. Also musste etwas ähnlich Spektakuläres her. Da half mir wie so oft der Zufall. Irgendwann, nachdem ich die Bibliotheken und Archive ausgesaugt hatte, wurde ich am Ende doch noch fündig. Manchmal ist es nur ein kleiner Hinweis, sei es in einem Gerichtsprotokoll oder in der Abhandlung eines Historikers, wo ich zu mir sage, das ist es. Bei "Santa Klara" war es die Erwähnung auf einen späteren Prozess, im Fall der hingerichteten Kölner Postmeisterin, Katharina Henot

In diesem Genre ist eine gute Recherche stets wichtig. Wie lange benötigst du, damit du voll und ganz mit deinen recherchierten Angaben zufrieden bist?
Das ist unterschiedlich. Im "Henker von Lemgo" gibt es sehr viele verschiedene Charaktere an denen musste ich lange arbeiten. Ich habe also für diesen geschichtsgewaltigen Roman sehr lange recherchiert. Habe mir aber auch viel Zeit gelassen. Ich glaube es waren fast zwei Jahre. Ich schreibe und recherchiere ja auch kombiniert. Im Normalfall recherchiere ich ein halbes Jahr und beginne dann ein Expose zu entwickeln. Während dem Schreiben werden natürlich immer wieder Informationen eingeholt. Diesmal allerdings, gestaltet es sich sehr schwierig, da es das Kloster "Santa Klara" in Köln nicht mehr gibt und man die Hexe mit ihren Akten um den Hals verbrannt hat. Das ist mühsame Kleinarbeit. 

Nachdem du nun schon vier großartige historische Romane veröffentlicht hast, liegt die Frage nahe,ob es in der nächsten Zeit auch wieder etwas in einem anderen Genre, wie zum Beispiel "Die Geistheilerin" geben wird.
Ich gedenke einmal die Geschichte meiner eigenen Familie aufzuschreiben, die soviel historischen und kriminalistischen Stoff enthält, dass man damit drei Bücher füllen könnte. Aber auch hier muss ich zunächst recherchieren, was sich nicht einfach gestalten wird, da es nur noch einen Zeitzeugen gibt, ausgenommen mich natürlich.  
Zu Krimis unserer Zeit spukt mir einiges im Kopf umher. Im Moment versuche ich mich mit Lesen entsprechender Fälle vorzubereiten. Ich kann mir auch einen Krimi mit Tieren, speziell Hunden oder unter Reitern vorstellen. Hier kenne ich mich bestens aus. Kommt garantiert noch.

Gibt es bei deinen früheren Werken eins, welches dir besonders am Herzen liegt?
Ja, sozusagen zwei. "Die Giftmischerin" und mein erster kleiner Roman "Trull" Die Geschichte eines Boxerhundes.

Bei all deinen Geschichten, welche Figur ist dir besonders ans Herz gewachsen?
"David Clauss" Der Henker von Lemgo. Diese widersprüchliche Figur hatte es mir so angetan, dass ich Nachts von ihm geträumt habe. Meine Faszination für diesen Mann hat bis heute nichts eingebüßt. Ich habe ihn mir immer auf der Leinwand vorgestellt, verkörpert von Mel Gibson.

Wie man auf deiner Seite sehen kann, setzt du dich für die Boxerhilfe ein. Hat das einen bestimmten Grund, denn dies ist doch eher selten?!
Das kam durch meinen ersten Boxerhund, dessen schlimme Geschichte ich in "Trull" verkörpert habe. Ich habe bei meiner Recherche für diesesBuch etwas Furchtbares erlebt und mir danach gesagt, für diese Hunde musst du kämpfen. Mit meinem zweiten Boxer "Bully" (Im Zweifel für den Hund) ging es weiter, dass ich etwas für misshandelte, gequälte und ausgesetzte Boxerhunde tun wollte. Ich liebe diese Knutschnasen.  

Da es sicherlich auch meine Leser interessiert. Liest du selbst, und wenn ja, welche Bücher haben dich begeistert?
Gerade lese ich "Die Sklavin", davor habe ich "Der Schleier der Angst" und "Sie haben mich verkauft" gelesen. Ich bin vielseitig was das Lesen betrifft. Lese also nicht unbedingt historische Romane, wie man vielleicht annehmen könnte. Hier liegt mein Interesse eher auf historischen Sachbüchern wie "Historische Serienmörder" von Michael Kirchsschläger. Übrigens sehr zu empfehlen.

Zahlreiche Leser versuchen sich ebenfalls im Schreiben. Hast du einen Tipps an all die begeisterten History-Fans?
Ich denke es wird mit fortschreitender Zeit immer schwieriger sich seinen Traum vom Schreiben zu erfüllen. Entweder man ist selbst schon in der Buch und Medien Branche tätig, dann ist es sicher einfacher oder man hat wie ich einen eisernen Willen zum Erfolg. Ich habe nie davon geträumt mit dem Schreiben Millionär zu werden aber ich hoffe, dass ich einmal etwas hinterlassen werde, was mich ein bisschen vom großen Getriebe abhebt. Mit dem Schreiben allein ist es nicht getan. Dazu braucht es zunächst ein Fundament. Auch hier ist eine Ausbildung von Vorteil. Ist ein Manuskript fertig heißt es, immer fest an sich selbst glauben- und überzeugt sein von dem was man geschrieben hat. Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen wenn die ersten Absagen kommen. Sich am Markt orientieren, das Internet nutzen, Wettbewerbe etc. damit man entdeckt wird. Agenturen können bei der Suche nach dem richtigen Verlag von Vorteil sein. Hat man das Glück und die Geschichte wird gedruckt, weiterschreiben und nicht die Hände in den Schoss legen. Auch wenn die Geschichte bei einen guten Verlag untergekommen ist - selbst ist der Mann. So viel wie möglich mit eigenen kreativen Ideen für sein Buch werben, den Leser anlocken. Der Buchmarkt ist so voll mit Büchern aller Genres. Das wichtigste aber - Schreiben ist ein langer Prozess, man kann darüber alt werden.


So, nun habe ich dich aber genug genervt. Ich möchte mich ganz herzlich für die Antworten und die dafür verwendete Zeit auch im Namen meiner Leser bedanken. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg
  
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Felix Thijssen: Ingrid

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Die nette Atmosphäre an Max Winters neuem Wohnort auf dem Land erhält einen erheblichen Dämpfer, als er seine Nachbarin Jenny mit eingeschlagenem Schädel auf dem Fußboden ihrer Küche findet. Doch wer sollte die allein erziehende Mutter eines zweijährigen Jungen ermorden? Während die örtliche Polizei im engeren Umfeld der Toten recherchiert, wird Max von anderer Seite in den Fall hineingezogen. (Quelle: Klappentext)




===SARAHS MEINUNG===
"Ingrid“ ist der vierte Teil der „Max-Winter-Reihe“ und wurde von Readers Digest in einer Sammlung von vier Romanen als Kurzfassung veröffentlicht. Da mir weder die Reihe, noch der Autor etwas sagten, war ich wirklich neugierig, was mich erwarten würde.

Max Boll ist aufs Land gezogen, um nach seiner Arbeit bei der Kripo nun als Privatdetektiv sein Geld zu verdienen. Seine Nachbarin Jenny und ihr Sohn Tommy sind ihm sofort sympathisch, sodass es ihn regelrecht aufregt, als er erfährt, dass ihr Vermieter sie sexuell belästigt. Doch kaum hat sie sich ihm anvertraut, wird sie ermordet. Ingrid, die Babysitterin von Tommy, nimmt sich dem Kleinen an, und spielt sogar mit dem Gedanken ihn zu adoptieren, damit er nicht allzu doll nach dem Tod seiner Mutter leiden muss. Auf der Suche nach Verwandten, die Max Winter für sie herausfinden soll, kommt er Jennys Vergangenheit auf die Spur, und gerät dabei in große Gefahr, denn nichts ist, wie es scheint.

Ich hockte mich neben sie und befühlte ihren Hals. Ich konnte nichts mehr für sie tun, sie war tot. Jemand hatte ihr mit einem schweren Gegenstand auf den Hinterkopf geschlagen. (Zitat S. 351 Readers Digest)

Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Igrid“ und soll euch zeigen, wie ein Krimi alles verraten kann, aber dabei nicht brutal wirkt. Inwiefern der Autor damit Spannung aufbaut, verrate ich euch in meiner Rezension.

Der Einstieg in diese Geschichte ging trotz der Tatsache, dass es sich hier um den vierten Teil handelt, und mir Max Winter als Quereinsteigerin unbekannt war, gut von der Hand. Die Situation war sofort klar, und der locker, leichte Stil tat sein übriges. Doch schon nach wenigen Seiten entpuppte sich das Buch eher als schlecht. Ich weiß nicht, ob es an der gekürzten Fassung lag, aber oftmals fand ich Dinge einfach zu rasant beschrieben. Der Protagonist freundet sich schnell mit allen Leuten an, dann passiert auch schon der Mord. Mir persönlich einfach zu schnell. Dazu kommen viele Ungereimtheiten und Kopfschüttler. Der Protagonist hat über Jahre bei der Mordkommission gearbeitet, und benimmt sich wie ein tölpelhafter Anfänger. Zum Beispiel durchsucht er das Haus, als es schon dunkel wird. Kein Polizist würde dies machen. Genauso müsste er durch seine Tätigkeit wissen, was man seinen Kollegen zu einem Mord erzählen muss, wenn man die Leiche entdeckt und sogar kennt. Stattdessen verschweigt er etwas und erst als er überführt wird, erzählt er das wichtige Detail. Andere Details werden in den Raum geworfen und erklären sich erst Seiten später. Mag sein, dass dies für die Krimis über Max Winter normal ist, und das er wegen dieser Art auch von der Kripo weggegangen ist, aber das weiß ein Quereinsteiger nun nicht. Zumal in kleineren Erzählungen auf seine Zeit bei der Polizei eingegangen wird und man so wenigstens ein kleines Bild über seine Vergangenheit vermittelt bekommt.

Mit solchen Fehlern könnte ich noch leben, aber in meinen Augen hat der Autor noch einen viel schlimmeren. Schon recht früh wird der Mord aufgeklärt und alles ergibt einen Sinn. Zwar heißt es nicht, dass es danach langweilig wird, aber man erwartet zumindest noch eine kleine Wendung oder Überraschung. Bei der kürzeren Fassung ist es schon gestrafft, sodass ich mich Frage, wie langatmig es wohl in der normalen Fassung geworden wäre.

Für einen Krimi fand ich es generell etwas langweilig. Zwar gibt es einen Mord, die interessanten Ermittlungen und gefährliche Szenen, aber sie wirkten konstruiert, künstlich und durch die kleinen Fehler des Protagonisten teilweise sogar lächerlich. Spannung kam in meinen Augen nur spärlich auf. Zwar wollte man wissen, wie es ausgeht, aber gefesselt wurde ich ehrlich gesagt nicht.

Im Großen und Ganzen finde ich dieses Werk enttäuschend. Mich konnte der Autor nicht überzeugen. Obwohl er andere Leser mit der Reihe zum Fan gemacht hat und seit Jahren neue Fälle für Max Winter entstehen lässt, würde ich kein weiteres Buch mehr von ihm lesen wollen. Aus diesem Grund empfehle ich es nicht.

Autor: Felix Thijssen, Titel: Ingrid: Ein Fall für Max Winter

Verlag: Readers Digest, Erschienen: 2004

ISBN-10: 3894255242, ISBN-13: 9783894255244

Seiten: 352, Kosten: 0,60€ gebraucht

Serie: Max Winter

===Reihe Max Winter===
  • Cleopatra
  • Isabelle
  • Tiffany
  • Ingrid
  • Caroline
  • Charlotte
  • Rosa
  • Rebecca
  • Finstere Wasser



© Eure CQ für Sarahs Bücherwelt
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.


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Nicolas Fayé: Wie das Flüstern der Zeit

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Gegen Ende der Bronzezeit erhält das Mädchen Alesha ein geheimnisvolles Amulett. Gleichzeitig machen sich die drei Freunde Lorin, Gilgas und Amerus auf eine abenteuerliche Suche nach einem neuen Metall, das weit im Osten gefunden wurde. Die Wege Aleshas und der drei Freunde kreuzen sich immer wieder. Aber auch der geheimnisvolle Wanderer Thorai scheint ein starkes Interesse an Aleshas Amulett zu besitzen.

Autor: Nicolas Fayé, Titel: Wie das Flüstern der Zeit, Verlag: BoD
Erschienen: 2009, ISBN-13: 978-3839137505
Seiten: 280, Einband: TB
Kosten: 17.90€, Serie: in Planung





Zur gleichen Zeit fiel Gores Blick auf seine Frau und seine Tochter und er mußte lächeln. Dieser Anblick war ihm vertraut und er liebte ihn. Alesha war sein einziges Kind und er würde den Tag des Abschieds voller Wehmut erleben. Die letzten vierzehn Jahre waren für ihn wie ein Wunder gewesen. Sie hatten ihm gezeigt, daß nicht nur Jungen wirkliches Glück brachten. Er lehnte sich an den Baum in seinem Rücken und lächelte tief in Gedanken versunken. Er hörte den donnernden Hufschlag, bevor er die Reiter kommen sah. Die Herden, die auf der Steppe grasten, liefen nach allen Seiten wild auseinander, als die Fremden mit lautem Gebrüll durch sie hindurch ritten. Noch bevor Gore aufspringen konnte, um seine Waffen aus dem Sommerzelt zu holen, durchschlug ein gefiederter Pfeil seine Kehle und nagelte ihn an den Baum. In den nächsten Minuten sah er das Ende des Stammes. Die alte Becka humpelte über den Platz und versuchte, zu einem Dickicht zu gelangen, um sich zu verstecken. Sie sah den Reiter hinter sich nicht und spürte auch nicht den Schlag seiner Keule, der ihr den Schädel zertrümmerte. Sie war tot, noch bevor sie auf den Boden aufschlug. Ameswinth rief ihrer Tochter zu sich zu verstecken, als einer der fremden Krieger ihr einen Dolch zwischen die Rippen stieß. Dann schnappte er sich das Mädchen und versuchte, sie mit Rohlederriemen zu fesseln. Alesha wehrte sich mit aller Gewalt und kratzte dem Krieger mit ihren Fingernägeln quer über sein Gesicht. Aber alle Gegenwehr nützte nichts. Der Angreifer war stark und unbarmherzig. Mit seinem Hartholzbogen versetzte er ihr einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf, so daß das Mädchen bewußtlos in sich zusammensank. Er fesselte Alesha, warf sie fast beiläufig über den Sattel seines Pferdes und ging langsam über den Platz zwischen den Sommerzelten auf Gore zu. (Vom Autor genehmigter Auszug: http://nicolas-faye.jimdo.com/wie-das-flüstern-der-zeit/leseprobe)


Historische Romane sind endweder vollgestopft mit Fakten, total trocken und in einem der Zeit angepassten Stil, oder spannend, bildhaft und lehrreich. Dieser Roman gehört definitiv in letztere Kategorie. Wie der Autor selber sagt „Hier stehen die Abenteuer seiner Protagonisten im Vordergrund und nicht so sehr die historische Realität“. Ich selber habe mich bis dato noch nie mit der Bronzezeit befasst. Sicherlich habe ich schon mal das eine oder andere Buch darüber in meiner Jugend gelesen, aber Fakten an sich sind mir nicht vertraut. Daher hätte ich mich sehr gefreut, wenn der Autor am Anfang seiner Geschichte eine kleine Faktentabelle erstellt hätte, wo man die wesentlichen Aspekte dieser Zeit im Überblick erfährt.


Die Geschichte um Alesha beginnt mit ihrer Geburt und wird dem Leser in einem „Sprung-Stil“ erzählt. Kurz gesagt, es hat parallele Handlungsstränge. Neben ihrer Geschichte und Reise, erfährt der Leser alles über die drei Freunde, verfolgt ihren abenteuerlichen Weg, aber auch Tronto und seinen Erlebnisse werden nicht übergangen. Dabei achtet der Autor darauf, dass er nur an einem neuen Kapitel einen Ortswechsel praktiziert. Was ich sehr lobenswert finde, denn ist übersichtlicher. Andere Autoren springen mitten im Text zu einem anderen Geschehen und es ist dadurch oftmals schwer zu verfolgen.
Der Stil selbst ist sehr bildhaft, modern, lebendig, packend und auch für jüngere Leser verständlich. Mein größtes Problem waren die ganzen Namen zu behalten. Ich habe aber generell ein schlechtes Namensgedächtnis. Ansonsten war ich schon nach zwei Seiten in der Geschichte und spätestens ab ihrer Versklavung, konnte ich das Buch nicht mehr freiwillig aus der Hand legen. Bei seinen Schilderungen merkt man sofort, dass er sich mit der Materie ausführlich befasst hat. Wie er Krokodile schildert. Einfach famos. Man weiß sofort was er meint, begreift aber, wie Leute, die damals unerforschten Tiere empfanden.


Und ich empfinde nicht so, dass der Autor die historische Realität außer Acht lässt. Er nennt zwar keine Fakten, Zahlen, Daten und nimmt auch keine verstorbenen Persönlichkeiten dieser Zeit als Basis. Dafür schildert er vertändlich, wie das Leben damals war. Die Arbeit, die Waffen, Menschen, der Alltags, die Städte und die Landschaft. Mir persönlich reicht dieses historische Wissen, was das Buch dem Leser vermittelt. Dadurch wird man nicht gelangweilt und kann seiner Fantasie freien lauf lassen.
Gelesen habe ich das Buch an drei Tagen. Was aber mehr an meinem gesundheitlichen Zustand lag, als am Inhalt, sonst hätte ich es definitiv schneller durchgelesen.


Empfehlen kann ich diesen Fantasy angehauchten, historischen Roman jeden. Und ich freue mich auf die folgenden drei Teile, denn es soll eine Tetralogie werden. Auch wenn dieser Autor bis dato im Grunde unbekannt ist, solltet ihr euch an dieses Werk wagen, denn es wirklich sehr gut.


Ich bedanke mich bei Nicolas Fayé ganz lieb für das Rezensionsexemplar. 
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FRAGE AN EUCH

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Hallo alle zusammen!!

Ich habe ja die letzten Tage arg an meinem Blog rumgebastelt und werde auch noch die Tage gucken, was ich noch alles verbessern kann, daher wollte ich euch einmal fragen, was ihr meint, was meinem Blog noch fehlt, was ich besser machen könnte, oder was euch gefällt.

Lasst eurer Kritik freien Lauf.

Vielen DAnk im Voraus.
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Buchzuwachs

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Heute mach ich den Briefkasten auf, und was entdecke ich? - Eine Büchersendung....


copyright histo-couch.
Janson, Brigitte - Die Tortenbäckerin

Hamburg, 1895: Die junge Greta hat großes Talent zum Kochen, und zwischen Töpfen und Pfannen fühlt sie sich am wohlsten. Als sie ihre Stellung als Hilfsköchin verliert, ist sie verzweifelt. Doch Siggo, ein Fuhrunternehmer, vermittelt ihr Aufträge, und seine Mutter bringt ihr das Konditorhandwerk bei. Bald sind ihre Torten in der ganzen Stadt beliebt, und Greta könnte glücklich sein − gäbe es da nicht ein großes Geheimnis, das auf ihrer Seele lastet und Siggos Liebe zu ihr unmöglich macht.




Dieses Buch habe ich gewonnen.  Vielen lieben Dank Claudia. Schaut euch mal ihren Blog an, es lohnt sich. 
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John Grisham: Die Schuld

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Clay Carter ist ein junger Rechtsanwalt und er träumt von einer prestigeträchtigen und lukrativen Stelle in einer der großen Kanzleien. Stattdessen muss er sich schon viel zu lange und zu mühsam seine Sporen im Büro des Pflichtverteidigers verdienen. Nur zögernd nimmt er einen Fall an, der für ihn schlicht ein weiterer Akt sinnloser Gewalt in Washington, D.C., ist: Ein junger Mann hat mitten auf der Straße scheinbar wahllos einen Mord begangen. Doch als Clay sich routinemäßig mit dem Umfeld des Angeklagten befasst, stolpert er über eine Verschwörung, die seine schlimmsten Befürchtungen weit übertrifft. Aus dem einfachen Mordfall wird unversehens ein kompliziertes und gefährliches Verfahren gegen einen der größten Pharmakonzerne der Welt. Die Schadenssumme, um die es geht, ist gigantisch. Der Fall könnte Clay zerstören, sollte er jedoch Erfolg haben, wäre Clay am Ende des Verfahrens nicht nur ein reicher Mann, sondern über Nacht ein berühmter und gefürchteter Opferanwalt. Die Versuchung ist groß. (Quelle: Klappentext)

Autor: John Grisham, Titel: Die Schuld

Originaltitel: The King of Torts, Verlag: Readers Digest

Erschienen: 2004, ISBN-10: 3453877861

ISBN-13: 9783453877863, Seiten: 464

Kosten: 9,95



Nachdem ich mir auf Blu Ray vor einigen Tagen „Der Mandant“ von Conelly angesehen habe, konnte ich nicht widerstehen und musste ich mir „Die Schuld“, mein letzter ungelesener Grisham im Regal, greifen. Nach einigen Pleiten, wo ich das Gefühl hatte, dass den Autor die Geldgier gepackt oder der Verlag im Nacken saß, hatte ich das Buch bewusst im Schrank verschwinden lassen. Zwar handelt sich mein Exemplar nur um die gekürzte Readers Digest Fassung, aber der Inhalt bleibt ja im Grunde gleich.



Als die Kugeln Pumpkins Kopf durchschlugen, hörten nicht weniger als acht Leute die Schüsse. Drei schlossen instinktiv die Fenster, überprüften die Türschlösser und verharrten in ihren kleinen Wohnungen, wo sie sich halbwegs in Sicherheit wähnten. Zwei andere, denen derartige Vorfälle vertraut waren, suchten schneller das Weite als der Mörder. (Zitat S. 7)

Dieses Zitat sind die ersten Sätze von John Grishams Werk „Die Schuld“. Diese Sätze machen so viel Lust die gesamte Geschichte zu erfahren, dass man nur wieder denken kann: John Grisham versteht seine Leser zu fesseln. Ob dieser erste Eindruck jedoch anhält, lest meine abschließende Meinung.

Die ersten Seiten verspricht das Buch ein absoluter Knaller zu werden. Ein Pharma-Konzern, der auf Kosten von Menschen, seine Fehler vertuschen will, ist ein Thema, was sicherlich häufiger vorkommt, als man in den Medien lesen kann. Doch statt das Thema auszubauen setzt der Autor diesmal auf Geldgier und vor allen Dingen Geld. Immer neue Zahlen, Aktienrechnungen, Gewinne und Verluste. Irgendwann war ich an dem Punkt, wo ich das Wort Geld nicht mehr hören konnte. Die Spannung geht komplett unter. Statt einen spannenden Prozess auszubauen, wird eher bis ins kleinste Detail beschrieben, wie er das Geld zum Fenster hinauswirft. Wie oben erwähnt hatte ich nur die kurze Form. Dort hatte ich schon nach der Hälfte keine Lust mehr. Aus diesem Grund frag ich mich ehrlich, wie langatmig es mit noch mehr Seiten geworden wäre.



Zudem stört mich der Protagonist ungemein. Passend zu der Geschichte wird er völlig unsympathisch beschrieben. Leider hatte ich am Ende des Buches das Gefühl, dass sich der Autor selbst beschrieben hat. Die anderen Figuren sind eher Randfiguren, die blass durch das gesamte Buch hinweg bleiben.



Dazu kommt der langatmige, sachliche Stil, der weder Spannung, noch Emotionen durchblicken lässt. Durch die vielen Zahlenspielereien geht dies völlig verloren. Die Trennung zu seiner augenscheinlichen großen Liebe, wird hingenommen. Ihre Hochzeit berührt in minimal. Im Vergleich zum Geld kommt der Rest so was von zu kurz.



Zum Schluss hin versucht Grisham noch gekonnt aus dieser zusammengebrauten Misere herauszukommen. Er setzt auf Reue, und Romantik, die jedoch nur erzwungen und schnulzig klingt.



Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh ich war, dass ich dieses Buch endlich aus der Hand legen darf. Mit seinen Meisterwerken, wie „Die Akte“ oder „Die Jury“ kann das hier nicht mal im Ansatz mithalten. Nach seinem Film bin ich mal wieder maßlos enttäuscht und werde mir wohl vorläufig kein weiteres Buch mehr aus seiner Feder gönnen. Dementsprechend kann und will ich es niemanden empfehlen, auch wenn es eine Frage des Geschmacks ist.

© Eure CQ für Sarahs Bücherwelt

Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.


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