Klappentext
Adrienne Willis ist 60 Jahre alt, geschieden und hat drei Kinder. Als der Ehemann ihrer einzigen Tochter Amanda an Krebs stirbt, erzählt ihr ihre Mutter die tragische Liebesgeschichte um den ehrgeizigen und arbeitssüchtigen Arzt Paul. Sparks gelingt es, in die tiefe Gefühlswelt einer Frau einzudringen, die nicht mehr an die Liebe glaubte und das Rätsel um das Phänomen Liebe ein wenig zu entschlüsseln. (Quelle: Klappentext)
Sarahs Meinung
Es beginnt schon mit einer hervorragenden Idee, die den Leser von Anfang an in ihren Bann zieht. Liebesgeschichten ohne Happy End, wie es schon nach wenigen Seiten deutlich wird, sind sicherlich nicht der Geschmack der Mehrheit, aber im Grunde ist es ein Drama, wie es das Leben schreibt.
Nicholas Sparks ist in meinen Augen ein schöner Liebesroman gelungen, der sich durchweg flüssig, leicht und trotzdem das Herz tief berührend lesen lässt. Er beschreibt zart und einfühlsam, drückt jedoch an keiner Stelle auf die Tränendrüse oder lässt es übertrieben kitschig erscheinen. Nicholas Sparks weiß mit wenigen Worten das auszudrücken, was wirklich relevant ist. Ich konnte genau verstehen und mitfühlen, wenn der Autor bestimmte Szenen, Gefühle oder Handlungen beschrieben hat. Vom Stil her konnte mich der Autor ohne wenn und aber überzeugen.
„Bevor ich dir das erzähle“, sprach Adrienne weiter, „möchte ich deine andere Frage beantworten.“ „Welche andere Frage?“ Adrienne lächelte. „Du hast gefragt, ob ich mir sicher bin, dass Paul mich geliebt hat.“ Sie schob ihrer Tochter das Blatt über den Tisch zu. (Zitat S. 556 Readers Digest)
Doch der ansprechende Stil und die gute Idee allein reichen nicht ganz aus. Die Umsetzung der Idee hätte ausgereifter sein können. Vielleicht kann ich mit seiner Umsetzung weniger anfangen oder es liegt am eh schon gekürzten Text, aber irgendetwas fehlte in meinen Augen. Mir persönlich war der Umfang der Liebesgeschichte einfach zu kurz. Ich konnte die Gefühle und die Liebesgeschichte zwar verstehen, aber es wirkt wie in einem Zeitraffer. Viele werden jetzt sagen, es ist so, wie es der Protagonistin in Erinnerung geblieben ist. Aber bei einer Liebe, die so tief und innig sein sollte, würde man mehr Beschreibungen und Details erwarten. Dadurch ging in meinen Augen irgendwo die Intensität verloren. An manchen Stellen hatte ich sogar das Gefühl, dass es einfach nur ein Strohfeuer war. Man verliebt sich und die erste Zeit ist so intensiv, wie sonst keine. Stirbt dann die Person, wäre sie auch bei mir auf einem Podest. Und genau dieser Unterschied zwischen wahrer Liebe und Strohfeuer kommt in meinen Augen zu kurz. Ich denke, dass er hier einige Seiten mehr auf die Liebesgeschichte selbst hätte bewenden können. Wobei ich natürlich auch Pech haben kann, und es in diesem Punkt so schwach ist, weil dort einige Details bei der gekürzten Fassung untergegangen sind. Denn der Stil sonst zeigt ja, dass der Autor weiß, wie man bildhaft und lebendig beschreibt.
Nichtsdestotrotz ist dies wahrscheinlich nur eine Geschichte, die sich Frauen zu Herzen führen. Allerdings können Männer in meinen Augen etwas aus dieser Liebesgeschichte lernen. Und zwar sind die Briefe so wunderschön, dass sich hier die Männerwelt gerne etwas abgucken. Aus diesem Grund empfehle ich es trotz kleinerer Schwäche im Liebesanteil.
Abschließendes Fazit: Guter Stil, schwache Romantik. Ich habe mehr erwartet!
Autor: Nicholas Sparks, Titel: Das Lächeln der Sterne, Originaltitel: Nights in Rodanthe
Verlag: Readers Digest, Erschienen: 2004
ISBN-10: 3453873378, ISBN-13: 9783453873377
Seiten: 240, Kosten: 7,95€






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