Toni Morrison - Menschenkind

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===Buchdaten===
Autor: Toni Morrison
Titel: Menschenkind
Verlag: rororo
Erschienen: 1992
ISBN-13: 978-3499130656
Seiten: 374
Einband: TB
Kosten: 1,00€ gebraucht
Serie: -

===Eigene Inhaltsangabe===
Wir befinden uns in Cincinnati im Jahre 1885. Das Haus Nr. 124 in der Bluestone Road wird von einem Geist bewohnt. Es handelt sich um die unruhige Seele des kleinen Babys, welches Sethe, auf der Flucht aus der Sklaverei vor achtzehn Jahren, ums Leben kam. Sethe hat den Tod ihres Babys nie verwunden. Den Grabstein, mit der Inschrift „Menschenkind“ hat sie sogar mit ihrem Körper bezahlt. Erst als ein alter Freund aus vergangenen Tagen bei ihr auftaucht und den Geist vertreibt, findet Sethe endlich etwas Ruhe, die viele alte Erinnerungen wachruft.

===Meine Meinung===
Als ich mir damals beim Auspacken den Klappentext durchgelesen hatte, freute ich mich auf eine schöne, aber auch traurige Geschichte über die Zeiten der Sklaverei und die Flucht in ein neues Leben. Die Umsetzung hatte ich mir in diesem Fall ganz anders vorgestellt.

Die ersten Seiten fand ich noch etwas verwirrend. Zwar wusste ich durch den Klappentext, dass es sich ein Buch voller Rückblenden handelt. Ich hätte jedoch nicht damit gerechnet, mit so vielen Personen konfrontiert zu werden, die nur sehr kurz eingeführt werden. Ich empfand es einfach als zu kurz. Trotzdem war ich schnell im Geschehen und fand es nicht mehr ganz so verwirrend. Die Erinnerungen, welche mit jeder Seite immer deutlicher ans Tageslicht gebracht werden, sind bewegend, tragisch und können sogar die Tränen in die Augen treiben, so authentisch ist der Text geschrieben. Ich konnte alles vor meinem inneren Auge sehen und war von vielen Begebenheiten einfach nur bewegt.
Der Stil von Toni Morrison ist dessen ungeachtet sehr gewöhnungsbedürftig. Neben den ständigen Rückblenden, gibt es auch Personenwechsel, die eine kurze Eingewöhnungsphase benötigen. Dadurch aber dem Buch einen gewissen Reiz verleihen. Die vielen Wiederholungen empfand ich allerdings als störend. Nachdem ich zum Beispiel zum dritten Mal erfahren habe, dass die Sklaven sich an Kühen vergriffen haben, kam bei mir nur die Frage auf, warum ein solches Detail so häufig eingebracht wird. Zwar ist es relevant, um die Situation nachvollziehen zu können, aber auf dieser kurzen Textpassage ist es eher nervend. Dazu kommen Passagen oder besser gesagt ganze Kapitel, die ich teilweise sogar zweimal gelesen habe, da ich einfach nicht verstehen konnte, warum diese überhaupt eingebaut wurden. Sie haben im Grunde gar nichts ausgesagt, mich eher verwirrt, da ich einfach nicht wusste in welchem Zusammenhang dies unbedingt erzählt werden musste. Bei den vielen guten Bewertungen hätte ich ein solches Manko nicht erwartet.

Vom eigentlichen Inhalt und der Idee, finde ich das Buch wirklich schön und mir hat das Lesen auch Spaß gemacht. Nur hätte ich persönlich das Buch gekürzt und die unnötigen Passagen oder Wiederholungen gestrichen. Selbst wenn es am Ende nur noch 200 Seiten gehabt hätte, wären diese noch erschütternder gewesen. Schließlich hätte der Leser dadurch ein klareres Bild erhalten.

Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt, ob diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Leider habe ich es nicht herausfinden können.

Ich habe das Buch an zwei Abenden im Urlaub durchgelesen. Schließlich wollte ich etwas über die damalige Zeit und die Sklaverei lesen. Dabei wollte ich keine Beschönigung oder Sichtweise eines Weißen hören. Dies ist teilweise sehr gut gelungen.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der auf eine erschütternde Art und Weise etwas über das Thema Sklaverei und eine Flucht aus dieser Situation erfahren möchte. Es gibt zwar sicherlich bessere Bücher, aber trotzdem kann ich es empfehlen. Ich hatte mir jedoch etwas mehr erhofft.


===Bewertung===
Da mich das Buch nur teilweise überzeugt hat, bekommt es lediglich drei Sterne. Ich fand die unnötigen Passagen und Wiederholungen einfach zu viel. Von wichtigen Punkten wurde durch diese langweiligen Passagen abgelenkt und die Spannung abgeschwächt.



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Wolfgang Hohlbein - Die Schwarze Bruderschaft

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===Buchdaten===
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Die schwarze Bruderschaft
Verlag: Ueberreuter
Erschienen: 2001
ISBN-13: 978-3800028238
Seiten: 191
Einband: TB
Kosten: 4,95€
Serie: Operation Nautilus


===Eigene Inhaltsangabe===
Die Besatzung der Nautilus ist nach ihrem Abenteuer mit dem Meeresvulkan auf einem Urlaub in Kairo. Dort wollen sie sich entspannen, bis die Nautilus wieder seetüchtig ist. Im Hotel freunden sie sich mit eLady Grandersmith und ihren beiden Bodyguards an. Daher fällt es ihnen auch nicht auf, dass mit den drei Figuren etwas nicht stimmt. Dankend nehmen sie das Angebot der Lady an, in ihrem Haus zu wohnen, als sie aus dem Hotel fliegen. Es dauert jedoch nicht lange, bis sie ihr wahres Gesicht zeigt und die Besatzung der Nautilus bietet sie bei einem Bergungsversuch von einem Schatz zu helfen. Dieser Schatz befindet sich auf der Titanic und scheint gefährlicher zu sein, als die Besatzung erahnen kann.

===Meine Meinung===
Dieser Teil schließt genau an den vorherigen Teil an. Wer diesen jedoch nicht gelesen hat, wird trotzdem keine Probleme mit dem Einstieg haben. In wenigen Sätzen wird das ehemalige Abenteuer angerissen, die gesamte Besatzung der Nautilus eingeführt und die aktuelle Situation erklärt. Schon nach zwei bis drei Seiten ist somit auch jeder neue Leser ausreichend informiert und mit den Figuren vertraut. Gerade am Anfang habe ich mich über die Naivität von Mike gewundert. Sonst zeugt diese Figur von einer guten Menschenkenntnis. Hier vertraut er Lady Grandersmith sofort, obwohl es sehr deutlich ist, dass sie ein falsches Spiel spielt. Schon nach dem Hotelrauswurf hätte ihnen klar werden müssen, dass dies ein abgekartetes Spiel ist. Trotzdem begleiten sie Lady Grandersmith in ihr Haus. Bei diesem Buch dauerte es in meinen Augen sehr lange, bis wirklich eine gewisse Spannung aufgekommen ist. Nach rund 60 Seiten kommt ein Spannungshöhepunkt, der danach aber wieder schnell nach unten geht. So richtig spannend wird es dann erst wieder als sie sich mit ihren Wächtern auf die Suche nach der Titanic begeben. Immer rätselhafter sind die Figuren und der sagenumwobene Schatz. Nach dem letzten Teil, der sehr realistisch umgesetzt ist, merke ich hier sofort, dass es dieses Mal wieder in den unrealistischen Bereich übergeht. Die Titanic ist ein faszinierendes Schiff und es hat mir sehr gefallen, dass es in einem der Abenteuer eingebaut wird. Der Hintergrund, was den Schatz jedoch betrifft, fand ich doch sehr kindisch und unwahrscheinlich. Es passt zwar zu dieser Serie, da schließlich auch Atlantis in den Abenteuern vorkommt, jedoch ist das einfach eine Nummer zu erfunden. Wolfgang Hohlbein konstruiert sich durch dieses Abenteuer eine ganz neue Sichtweise über den Untergang der Titanic. Es ist erschreckend, wie er auf eine solche Idee kommt, aber ich persönlich konnte nur den Kopf schütteln. Die anderen Abenteuer sind zwar auch unrealistisch gewesen, aber trotzdem glaubwürdig, interessant und voller Fantasie. Hier ist es einfach eine übertriebene Fantasie. Auch wenn es logisch und nachvollziehbar ist, dass wenn es Atlantis gibt auch andere Welten vorhanden sein können.

Ich persönlich habe dieses Abenteuer an zwei Abenden gelesen, da ich endlich wissen wollte, welcher Schatz sich auf der Titanic befindet.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der die andere Bücher der Reihe schon gelesen hat. Als Quereinsteiger dürfte es zwar keine Probleme vom Einstieg her geben, die Umsetzung ist hier aber nicht so gut gelungen, wie bei den vorherigen Teilen. Daher sollte es lieber gelesen werden, wenn schon andere Teile bekannt sind, um nicht zu sehr enttäuscht zu werden.


===Bewertung===
Von mir bekommt das Buch lediglich drei Sterne. Auch wenn es keine realistischen Abenteuer sind, war mir dieser Teil doch zu unrealistisch. Außerdem war der ständige Spannungsabfall zu viel. Da kann ich diesem Teil nicht volle Sterne geben, wie seinen anderen Teilen.

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Günther Jarfe - Die moderne britische Short Story

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===Buchdaten===
Autor: Günther Jarfe
Titel: Die moderne britische Short Story
Untertitel: Grundlagen der Anglistik und Amerikanistik
Verlag: ESV
Erschienen: 2010
ISBN-13: 978-3503122387
Seiten: 260
Einband: TB
Kosten: 19,95€
Serie: -

===Klappentext===
Bis heute fehlt es an einer differenzierten Gesamtdarstellung der modernen britischen Short Story, die einerseits ihre gattungsgeschichtliche Entwicklung seit Ende des 19. Jahrhunderts im Überblick vorstellt und erläutert und andererseits die jeweils postulierten thematischen und erzähltechnischen Neuerungen am konkreten Einzelfall sichtbar macht. Diese Lücke möchte der vorliegende Band schließen. Er geht, nachdem er sowohl die Theoriebildung skizziert als auch grundlegende Typen der Short Story vorgestellt hat, zunächst auf die besonderen Umstände ein, welche die Entstehung der modernen Short Story begünstigt haben. Daraufhin wird in vier großen Kapiteln die Entwicklung der britischen Short Story von ihren Anfängen über den Modernismus und die nachmodernistische Phase bis zur Postmoderne detailliert verfolgt und nachgezeichnet. Einer theoretischen Erörterung folgen jeweils mehrere Autor(inn)enkapitel, in denen die zuvor beschriebenen Tendenzen anhand praktischer Analysen herausgearbeitet werden. Diese Kapitel dienen zugleich als Einführung in das Werk jener Autorinnen und Autoren, welche die wichtigsten Beiträge zur Entwicklung und Konsolidierung der Short Story geleistet haben.
Der Band ist sowohl für Studienanfänger der Anglistik als auch für Studierende im Hauptstudium und in der Examensvorbereitung hervorragend geeignet.

===Inhaltsverzeichnis===
Für alle die es interessiert, gibt es hier das Inhaltsverzeichnis.

http://www.esv.info/download/katalog/inhvzch/9783503122387.pdf

===Meine Meinung===
Auch wenn sich das Buch eher an Studienanfänger oder Studierende im Hauptstudium richtet, habe ich mich für dieses Werk beworben. Jeder der mich kennt, weiß, was ich für ein Büchernarr bin und wie sehr mich auch dieser Bereich interessiert. Daher konnte ich es kaum erwarten bis ich das Fachbuch endlich in den Händen hielt.

Während meiner Schulzeit habe ich einige englische Kurzgeschichten gelesen, daher waren mir bei einem Blick ins Inhaltsverzeichnis einige der Titel bekannt.

Das Buch befasst sich mit verschiedenen Aspekten einer Kurzgeschichte. Um diese genauer zu analysieren werden einzelne bekannte Autoren und deren passende Werke auseinander genommen. Jeder Autor wird mit einem kleinen Portrait vorgestellt. Wichtige Werke werden genannt und es wird auf das Werk, welches teilweise analysiert wird, eingegangen. Es wurden Original-Passagen ausgewählt und in einer anderen Schriftart auf englischer Sprache abgedruckt. So bekommt der Leser einen guten Eindruck vom eigentlich Text. Dieser wird danach genauestens analysiert, aber der Teil wird hauptsächlich herangezogen, um den Aspekt der gerade Hauptthema dieses Kapitels ist zu erklären und zu veranschaulichen. Dies gelingt sehr gut. Wichtige Wörter werden hervorgehoben und am Ende eines jeden Kapitels gibt es eine Zusammenfassung, die durch ein graues Kästchen heraussticht. Wer für eine Klausur lernt, muss sich nachdem er das Buch gelesen hat, nur die Zusammenfassungen merken und wird sich dadurch an den gesamten Inhalt bildhaft erinnert. Für jeden Studenten ein hilfreicher Vorteil, der ihm zu einer guten Note verhilft.

Der Inhalt selbst ist weder trocken noch schwer verständlich. Ich selbst habe von der Materie noch sehr wenig Ahnung. Nachdem ich das Buch gelesen habe, konnte ich die Entwicklung und das Gesamtbild der britischen Short Story besser verstehen und. An Hand der vielen Beispiele wirkt das Sachbuch sehr lebhaft und vermittelt ihren eigentlich trockenen Stoff wirklich klasse. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene – jeder kann von diesem Inhalt etwas lernen. Es beinhaltet Blickwinkel auf die britische Short Story, wie ich es noch nie kennengelernt habe.
Mich persönlich hat das Buch so sehr fasziniert und mir so viel beigebracht, dass ich das Werk nicht aus der Hand legen konnte. Ich habe es an zwei Tagen durchgelesen.

Empfehlen kann ich es jedem, der sich für das Thema britische Kurzgeschichten interessiert. Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich mir sogar zwei der Werke, die dort behandelt worden sind, käuflich erworben habe.

===Bewertung===
Von mir erhält das Buch fünf Sterne. Es vermittelt den Inhalt sehr anschaulich und spannend. Im Gegensatz zu anderen Büchern, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, ist es weder trocknen oder nur auf einen Teil beschränkt. Dieses Werk bietet einen Rundumblick über die Thematik.




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Wolfgang Hohlbein - Das Meeresfeuer

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===Buchdaten===
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Das Meeresfeuer
Verlag: Ueberreuter
Erschienen: 2001
ISBN-13: 978-3800028221
Seiten: 191
Einband: TB
Kosten: 3,95€
Serie: Operation Nautilus

===Eigene Inhaltsangabe===
Gleich zu Beginn des fünften Abenteuers treffen die Freunde der NAUTILUS auf einen alten Gegner – Kapitän Winterfeld. Dieser versucht mit der LEOPOLD andere Schiffe der deutschen, aber auch englischen Marine zu zerstören. Dieser Zerstörungsakt ist besonders tragisch, da zur Zeit der erste Weltkrieg herrscht und schon genug Menschen unnötig sterben. Aus diesem Grund versucht die Besatzung der NAUTILUS ihn zu stoppen. Doch statt ihn zu jagen, werden sie selbst zu Gejagten und schon bald zu Gefangenen. Schnell wird ihnen klar, was für einen teuflischen Plan Winterfeld mit der Zerstörung dieser Schiffe befolgt. Durch den Verlust seines Sohnes, hat er nur den Wunsch den Krieg zu beenden. Und was schweißt Feinde mehr zusammen, als eine Katastrophe, wie zum Beispiel eine neue Eiszeit? Nichts. Das denkt sich auch Winterfeld und will einen Meeresvulkan zum Ausbruch bringen. Mit allen Mitteln müssen sie diesen Wahnsinn stoppen.

===Meine Meinung===
Schon in meiner Jugend hatte ich ein oder zwei Abenteuer der NAUTILUS Besatzung miterlebt. Daher war ich sehr erfreut ein weiteres Werk, welches ich noch nicht kannte, in den Händen zu halten. Schon von der ersten Seite an, war ich komplett mit den Personen vertraut. Binnen zwei Seiten stellt Hohlbein auf kurze, aber bildhafte Weise die Besatzung vor. Alte Freunde werden nicht gelangweilt, und neue Fans bekommen einen guten Eindruck der Charaktere. Nach dieser Einführung geht es gleich weiter zu ihrem eigentlichen Abenteuer. Ihr alter Feind Winterfeld ist wieder aufgetaucht und diesen gilt es aufzuhalten. Ab diesem Punkt war ich gefesselt. Ich selber kannte Winterfeld aus meiner Jugend und wusste somit wozu er fähig ist. Aber auch ohne diese Kenntnisse wird deutlich, dass von ihm eine große Gefahr ausgeht. Die Suche wird total spannend beschrieben. Vor allen Dingen da der Autor die geschichtlichen Aspekte des ersten Weltkrieges auf hoher See perfekt mit in sein Szenario einbindet. Spätestens als Winterfeld im Dorf auftaucht und die NAUTILUS zwischen die Fronten der deutschen und englischen Flagge gerät, weiß jeder, dass es nur noch spannender werden kann. Und hier wird man nicht enttäuscht. Von dieser Stelle an, geht es immer rasanter voran und nach und nach erfährt der Leser den perfiden Plan den Winterfeld verfolgt, aber auch die Beweggründe für sein Handeln.
Dieser Plan ist totaler Wahnsinn, aber trotzdem total realistisch. Schließlich gehen Forscher auch heutzutage davon aus, dass Europa irgendwann unter Eis verschwindet. Dieser Plan zeigt nur auf, wie es schneller gehen würde. Er ist sehr gut recherchiert und kann dem Leser richtig Angst machen.
Während die vorherigen Bände sich eher mit Fantasien, wie zum Beispiel Atlantis, beschäftigen, geht es hier um eine reale Bedrohung. Real war der zweite Weltkrieg und real ist auch der Golfstrom und seine Auswirkungen. Es ist total überraschend ein so ernstes Thema hier in dieser Reihe vorzufinden. Trotz dieser Überraschung gelingt Hohlbein hier eine authentische und bildhafte Umsetzung. Bis zur letzten Seite konnte ich mich nicht entschließen das Buch auch nur einmal aus der Hand zu legen.
Daher habe ich das Buch an einem Tag durchgelesen. Das habe ich schon als Jugendliche immer getan. Das zeigt, wie gut diese Serie ist. Schließlich hat sie mich im Jugendalter, aber auch als Erwachsene überzeugt.
Empfehlen kann ich das Buch jedem der gerne solche Abenteuer liest oder Fan von Wolfgang Hohlbein ist. Egal ob Kind oder Erwachsener, jeder wird hier auf seine Kosten kommen. Für mich zählt diese Reihe zu den besten Werken von Hohlbein.

===Bewertung===
Von mir bekommt das Werk volle fünf Sterne. Die Thematik, die sich in diesem Abenteuer erstreckt, ist einfach nur faszinierend, spannend und erschreckend. Der Stil ist authentisch und es macht Spaß von Anfang bis zur letzten Seite zu lesen. Für mich also alles was ein gutes Buch haben muss.


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R.L.Stine - Der Sturm

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===Buchdaten===

Autor: R.L. Stine
Titel: Der Sturm
Originaltitel: All-Night Party
Verlag: Löwe Verlag
Erschienen: 2004
ISBN-13: 978-3785551950
Seiten: 160
Alter: 12
Einband: HC
Kosten: 7,50€
Serie: Fear Street
 

===Zitierter Klappentext===

Es sollte die Party des Jahres werden. Donna und ihre Freunde rudern über das dunkle Wasser zu der einsamen Hütte auf Fear-Street-Island. Nur wenig später findet Donna einen ihrer Freunde in der Küche auf dem Fußboden – tot. Ist ein Mörder unter ihnen? Die Freunde fangen an, sich gegenseitig zu verdächtigen. Doch niemand kann weg, denn draußen wütet der Sturm...


===Meine Meinung===
In meiner Jugend habe ich das eine oder andere Buch aus dieser Reihe regelrecht verschlungen. Durch die Auffrischung von "Die Stiefschwester" weiß ich, dass ich die Bücher immer noch sehr gerne lese. Klar habe ich mich daher sehr über dieses Buch gefreut. Endlich mal ein Titel den ich bis dato noch nicht kannte.

Man steigt in die Geschichte ein, bevor Cindy zu ihrer Geburtstagsparty auf die Fear Street Insel entführt wird. Auf den Weg zu Cindy erfährt der Leser sehr viel über Donna, ihre kurze Zeit in der Clique, aber auch etwas über ihre Freunde. Erzählt wird aus Sicht von Donna. Die Entführung verläuft total witzig und als Patrick noch den entflohenen Sträfling erwähnt, konnte ich erahnen, worauf die Geschichte am Ende hinläuft. Schließlich wurde ich schon im Klappentext über eine Leiche informiert. Daher wartete ich schon gespannt, wann die Leiche endlich auftaucht und vor allen Dingen wer sterben musste. Die ersten Anläufe die Party in Schwung zu bekommen, sind sehr anschaulich beschrieben und ich durfte die Charaktere noch etwas näher kennenlernen. Es wurden viele Feindschaften aufgezeigt und ich konnte immer mehr erahnen, wer wohl sterben würde. Richtig, das verwöhnte Geburtstagskind wurde die Leiche. So weit so gut, doch wer war der Täter. Den offensichtlichen Hinweis, dass ein Mädchenmörder ausgebrochen ist, legte ich schon von Anfang an zur Seite. Das war einfach zu deutlich, dass es einer aus der Clique sein musste. Doch wer? Motive gab es viele und auch sehr viele Hinweise. Die Hinweise selbst waren jedoch so deutlich platziert, dass ich mich ständig fragen musste, ob er wirklich der Täter ist oder der eigentliche Täter von sich ablenken will. Bis zum Schluss war ich nur am Raten, wer denn nun der Täter ist. Das nenn ich wirklich spannend. Sowohl auf den Täter, als auch das Motiv bin ich selber nicht gekommen. Zudem hat mich diese Wendung echt umgehauen. Es war echt ein spannender und überraschender Schluss.

Der Leser wird auf viele falsche Fährten gelockt. Dabei schafft es der Autor eine wirklich düstere und beängstigende Atmosphäre zu schaffen. Ständig kommen neue Höhepunkte, die gerade jungen Lesern den Atem anhalten lassen. Jeder Charakter ist lebendig und wirkt authentisch. Die gesamte Situation auf der Insel ist gut durchdacht und am Ende logisch aufgelöst, sodass ich keine Fragen hatte.

Das Buch ist für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Die vielen Kapitel ermöglichen es in diesem Alter noch viele Pausen zu machen. Aber wer will die schon bei diesem Buch einlegen. Egal ob damals oder jetzt, ich habe diese Bücher immer an einem Tag gelesen.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der spannende Bücher mag. R.L.Stine schafft eine gruselige, aber authentische Stimmung, die jeden in den Bann zieht. Er lehrt das Fürchten.


===Bewertung===
Von mir bekommt dieses Werk fünf Sterne. Schließlich war es spannend, bildhaft und authentisch. Der Autor schafft von der erste bis zur letzten Seite eine packende Stimmung.
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Jennifer Lynch - Das geheime Tagebuch der Laura Palmer

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===Buchdaten===
Autor: Jennifer Lynch
Titel: Twin Peaks. Das geheime Tagebuch der Laura Palmer
Verlag: vgs
Erschienen: 1991
ISBN-13: 978-3802522079
Seiten: 235
Einband: HC
Kosten: gebraucht ab 1€
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Ein trüber Novembertag des Jahres 1989 in der amerikanischen Kleinstadt Twin Peaks nahe der kanadischen Grenze. Ein einsamer Angler findet, verschnürt in einen Plastiksack, die Leiche einer jungen Frau, die an das Seeufer geschwemmt wurde. Erste Ermittlungen des örtlichen Sheriffs ergeben, dass es sich bei der Toten um die gerade erst 17jährige Laura Palmer handelt, die allseits beliebt und geachtet war. Erst kürzlich war das ausgesprochen hübsche Mädchen zur Homecoming Queen ihrer Highschool in Twin Peaks gewählt worden. Schon bald ergeben Sheriff Harry S. Trumans Ermittlungen, dass der Fall Laura Palmer weitaus größere Dimensionen hat, als ursprünglich vermutet. Das FBI wird hinzugezogen und Special Agent Dale B. Cooper stößt im Verlauf seiner Ermittlungen auf DAS GEHEIME TAGEBUCH DER LAURA PALMER, dem die Tote Rätsel ihres kurzen Lebens anvertraut hatte. Die Lektüre der persönlichen Aufzeichnungen Lauras wirft Fragen über Fragen auf. Wie konnte es geschehen, dass eine Jugendliche über Jahre hinweg am Rande des Abgrunds stand, ohne dass ihre Eltern auch nur die leiseste Ahnung von ihren zwei Leben hatten. Und wer ist BOB, dieser Mann, der sich immer wieder in ihr Leben und ihre Träume drängt? Dem Leser des GEHEIMEN TAGEBUCHES enthüllt sich ein Strudel von Sex, Gewalt und Drogen, der nicht nur Laura Palmer in die Tiefe gezogen hat. Hinter der bieder-bürgerlichen Fassade der sauberen Kleinstadt Twin Peaks lauern ungeheure Monstrositäten... Das geheime Tagebuch der Laura Palmer enthüllt das tödliche Netz, in das die Schreiberin über fünf Jahre lang bis zu ihrem Tod verstrickt war. Ein schockierendes Tagebuch, ein atemberaubender Thriller, ein erschütterndes Psychogramm über das Doppelleben der Laura Palmer, die so jung sterben musste

===Meine Meinung===
Vorweg muss ich sagen, dass ich die TV-Serie, zu der dieses Tagebuch gehört, zwar vom Titel her kenne, aber ich habe bis dato nicht eine Folge gesehen. Aus diesem Grund habe ich etwas bei Freunden gefragt und zufällig hatte jemand den Pilotfilm und die Serie, sodass ich es mir ausleihen konnte. Ich muss zugeben, dass ich vom Film sehr geschockt war und nach 45 Minuten ausgeschaltet habe. In die Serie habe ich auch nur 15 Minuten geschaut. Warum dieser langweilige Kram so einen Erfolg hatte, konnte ich nicht verstehen.

Das Buch hingegen fing schon sehr vielversprechend an. Der Stil war jugendlich, modern und zeigte genau, welchen Charakter Laura Palmer rund ihre beste Freundin Donna verkörpern. Das Buch ist in Tagebuch-Form geschrieben und bietet einen genauen Einblick in den Alltag und die Gefühlswelt von Laura. Es geht über einen Zeitraum von rund fünf Jahren. Schnell wird deutlich wie frühreif, aber auch unreif Laura ist. Sex und Drogen bestimmen ihre Gedankenwelt. Es beginnt mit der natürlichen Selbstbefriedigung, den ersten Erfahrungen, den Träumen und Gedanken, dem ersten Sex bis hin zur Prostitution und ihrer späteren Ermordung.

Das Buch ist sehr fesselnd, bildhaft und farbenfroh geschildert, sodass ich von der ersten Seite an gefesselt war. Dieses Werk habe ich auch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen und nicht wie den Film schon nach kurzer Zeit abgebrochen. Am Anfang ist es noch so niedlich und unschuldig und wird später stellenweise sogar pervers und abartig. Manche Stellen mochte ich nicht mal gerne lesen. Trotzdem kann man das Buch auch nicht aus der Hand legen oder auch nur eine Stelle überspringen. Es zeigt was ein Mädchen in der Pubertät alles erleben und durchmachen kann. Wenn ich es mit meiner Pubertät vergleiche ist es wie Tag und Nacht.

Zum Schluss hin wird es immer packender. Der Sumpf aus Drogen und Sex, in dem sich Laura befindet, lässt ihren späteren Tod deutlich verstehen. Die fehlenden Tagebuchseiten, ihre Anmerkungen, dass sie weiß wer „er“ ist. Leider endet das Buch mit dem Hinweis, dass sie einige Stunden nach dem letzten Eintrag im Wald gefunden wurde. Ermordet.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der einmal eine schockierende Pubertät erleben möchte.

===Bewertung===
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Der Stil und der Inhalt sind perfekt aufeinander abgestimmt, sodass es fünf Sterne von mir gibt.

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Jack Higgins - Eishölle

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===Buchdaten===
Autor: Jack Higgins
Titel: Eishölle
Verlag: Goldmann
Erschienen: 1981
ISBN-13: 978-3442065431
Seiten: 182
Einband: TB
Kosten: Damals 7DM, heute ab 0,50€ gebraucht
Serie: -

===Klappentext===
Charterpilot Joe Martin kämpft sich mit drei Männern und einer Frau durch die gnadenlose Eishölle Grönlands. - Auf der Suche nach einem Flugzeugwrack entdecken sie ein grausames Verbrechen...

===Meine Meinung===
Als ich das Buch bei einem Tauschspiel gesehen hatte, musste ich einfach zugreifen. Es ist zwar schon recht alt, aber mir gefiel der Inhalt und das Buch „Goldspur des Todes“ war fesselnd und spannend. Da ich nicht auf die Seitenzahl geachtet hatte, war ich schon etwas überrascht, wie dünn das Buch doch war. Das hat ja im Grunde nichts zu sagen.

Der Einstieg beginnt damit, dass ich eine kurze Einführung über Joe erhielt und ihn auf seinen Reisen begleiten durfte. Zunächst fliegt er zu einem bekannten Schauspieler, der in der Abgeschiedenheit auf Bärenjagd geht. Die ganze Zeit fragte ich mich, wann endlich das Flugzeugwrack eingebaut wird und wie das mit den bisherigen Charakteren im Zusammenhang steht. Männer und Frauen wurden zu genüge eingebaut. Aus diesem Grund war ich sehr überrascht, als ich feststellen musste, dass nach seiner Rückkehr mit dem Schauspieler eine weitere Geschichte eingebaut wird. Eine Versicherungsgesellschaft bittet ihn um Hilfe, da sie zu dem Wrack wollen. Mich hat dies sehr verwirrt. Wozu wurden die anderen Charaktere so detailliert eingeführt, wenn am Ende doch andere Leute auf die Reise gehen. Auch wenn diese durch Affären verknüpft werden, fand ich es doch etwas schwach. Bis dahin dümpelte die Geschichte einfach nur vor sich hin. Alleine der Alptraum am Anfang oder die Bärenjagd war noch etwas spannend. Das Augenmerk des Autors richtete sich auf die Charaktere. Diese bekamen eine Vorgeschichte verpasst. Die Landschaft, für die Grönland bekannt ist, wird jedoch nur am Rande erwähnt. Ich konnte nur erahnen wie gewaltig, voller Eis und Kälte dieses Land ist. Das fand ich ebenfalls sehr schade, auch wenn es ein Thriller ist, hätte mehr darauf eingegangen werden können.
Nachdem die neuen Figuren eingeführt wurde, kam etwas Leben in die Geschichte. Die Frage, was suchen sie wirklich beim Wrack, war allgegenwärtig. Die Auflösung fand ich faszinierend und schlecht zugleich. Faszinierend fand ich, dass der Autor auf so einen Schluss überhaupt gekommen ist. Ganz nach dem Motto: Ich brauche einen Schluss, weiß aber nicht welchen, also suchen wir einen halbwegs logischen. Schlecht fand ich den Schluss, weil er überhaupt nicht passte. Joe wurde so klasse eingeführt, ich hatte das Gefühl ihn zu kennen und dann bekommt er eine andere Identität, um dann das Ende des Buches einzuläuten. Ich hatte echt das Gefühl, dass er eine spannende Geschichte konstruieren wollte, gemerkt hat, das klappt nicht und dann einfach irgendwas geschrieben hat, um das Konzept und die Zeit nicht wegwerfen zu müssen.

Gelesen habe ich dieses recht kurze Buch an zwei Tagen. Mir fiel es schwer es zügiger zu lesen, da die ersten 100 Seiten einfach keine richtige Spannung aufkommt.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der Higgins Fan ist und das Buch noch nicht kennt. Wer alle anderen Bücher kennt, sollte es einmal gelesen haben. Ansonsten kann ich nur sagen: Finger weg.

===Bewertung===
Die Idee und die Charaktere sind wirklich klasse. Der Rest wurde aber einfach nicht durchdacht. Aus diesem Grund kann ich dem Buch lediglich drei Sterne geben. Die Geschichte auf 300 Seiten ausgebaut, hätte sicherlich für einen besseren Thriller gesorgt. Der eigentliche Thriller hier, geht über 80 Seiten. Alles andere ist Nebensache.




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